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Mazedonische
Weinstraßen: Neue önologische Welt
Eine Weinreise, verbunden mit dem Besuch berühmter antiker Stätten,
byzantinischer Kunstschätze und herrlicher Landschaften – was kann schöner sein
und wo kann man dies besser, als in dem Land, das Europa die Weinkultur einst
geschenkt hat? Schon vor Jahren hatten sich die Brüder Rondholz, Weinkenner mit
Familientradition, zur Beantwortung dieser eher rhetorischen Fragen aufgemacht
und jetzt ist er endlich im Handel, ihr „Führer zu den Weinstraßen
Nordgriechenlands“. Schon ein kurzer Blick auf die herrlichen Fotos von Peter
Rondholz weckt die Reiselust auf eine Region, die der Weintourismus noch kaum
erschlossen hat. Wer dies für sich tun möchte, sollte die „Mazedonischen
Weinstraßen“ jedenfalls in der Tasche haben – sie führen nicht nur sehr
ausführlich durch die einzelnen Weingüter, sondern auch kundig und interessant
durch Geschichte und Bräuche der Region.
Und Eberhard Rondholz räumt endgültig mit einem Vorurteil auf: Hellas ist
keineswegs mehr das „önologische Entwicklungsland“, als das es noch bis vor
wenigen Jahrzehnten europaweit galt. Das Kapitel „griechische Weingeschichte“
erzählt, wie sich die Rebenvielfalt entwickelte und gibt dem Leser fast nebenbei
einen Abriss gerade auch der neueren Geschichte Mazedoniens. So kann man hier
beispielsweise erfahren, dass es der große Bevölkerungsaustausch zwischen
Griechenland, Bulgarien und der Türkei war, der 1923 bekannte Weinbauern ins
griechische Mazedonien verschlagen hat – Tsantalis und Babatzimopoulos gehören
dazu.
Außer diesen großen Winzereien haben die Brüder Rondholz weitere 23 Güter
besucht, die sie alle mit viel Liebe zum Detail vorstellen. Gefolgt sind sie auf
ihrer Weinreise den Routen, die der Verband der mazedonischen Weinerzeuger
(EN.O.AM) 1993 als „Mazedonische Weinstraßen“ ausgearbeitet hat – eine Idee des
Winzers Jannis Boutaris, der sich vom rheinischen Weintourismus hatte
inspirieren lassen. So erfährt der Leser nicht nur alles über Rebsorten,
Anbaugebiete und Reifungsprozesse, sondern auch viel über die Winzer und ihre
Lebenswege.
Wer zeitlich nicht gebunden ist, der sollte das Kapitel „Mazedonische Weinfeste“
besonders gründlich studieren, bevor er den Reisetermin festlegt – es lohnt
sich, wie die Bilder von Tanz und Gelagen belegen! Adressen und Reisetipps sowie
Hotelempfehlungen werden im Anhang mitgeliefert.
Mazedonische Weinstraßen. Ein Führer zu den Weinstraßen Nordgriechenlands.
Text:
Eberhard Rondholz
Fotos:
Peter Rondholz
Preis
19.80 Euro.
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